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Der gebürtige Bielefelder Roman Becker fotografiert wie ein Profi, hat Fotografie allerdings nie professionell studiert. Vor vier Jahren fing seine Faszination für das Medium an und seitdem gibt es keine Reise, auf der ihn seine Kamera nicht begleitet. Ob urbane Szenen, Stadt- oder Naturlandschaften, im Mittelpunkt von Beckers Interesse liegt der ferne Ort. Nur manchmal ist das Schöne gar nicht so fern, sondern liegt direkt vor der eigenen Tür. Das muss auch Roman Becker von Zeit zu Zeit zugeben.

Welches Foto liebst Du und was begeistert Dich daran? Ich empfinde immer wieder Freude, wenn ich mein erstes Bild aus der seen.by-Galerie sehe. Es heißt „Pure Power“ und zeigt ein Flugzeugtriebwerk. Das Bild ist frühmorgens auf dem Flughafen in Seoul, Südkorea, entstanden. Ich konnte das weiche Licht nutzen, um eine für Südkorea ganz spezielle Farbgebung zu erzeugen. Zudem liebe ich weite Flächen und Freiheit. Das Triebwerk wirkt fast abstrakt vor dem weiten Hintergrund und besonders spannend ist es, dass die Komposition den Bezug zum eigentlichen Flugzeug verschwinden lässt. Was muss eine gelungene Fotografie auf jeden Fall für Dich vermitteln? Richtig gute Bilder vermitteln eine Spannung und werfen Fragen auf. Sie fesseln den Betrachter und halten ihn fest. Um das zu erreichen, muss die Komposition stimmig sein und eine Aussage haben. Es muss eine Intention erkennbar sein. Der Bildaufbau ist für mich extrem wichtig, also die Frage: Wie setze ich ein Objekt mit dem Hintergrund oder der Umgebung in Bezug? Ich nutze sehr oft den „golden Schnitt“ für meine Kompositionen. Das ist zwar keine Pflicht, aber ich mag das sehr. Was ist die größte Quelle der Inspiration für Dich als Fotografen? Urbanität interessiert mich sehr. Städte wie Hongkong oder Shanghai sind besonders spannend, gerade bei Nacht. Ich finde es furchtbar aufschlussreich wie andere Menschen leben und in welcher Umgebung sie aufwachsen. Ein Spaziergang durch eine dieser Metropolen kann sehr inspirierend sein. Darüber hinaus finde ich weite Flächen anziehend. Sie sind nicht nur für das Auge entspannend, sondern auch für den Geist. Man kann sich treiben lassen. Zudem bieten sie die Möglichkeit, Dinge optimal zu „framen“. Und natürlich schaue ich mir auch regelmäßig Arbeiten anderer Fotografen an. Ich besitze viele Bücher, die ich regelmäßig durchblättere. Allerdings möchte ich sie nicht kopieren, sondern von den „Großen“ lernen. Ohne welche/n Fotograf/in möchtest Du nicht leben und warum? Mein großes Vorbild ist Joel Meyerowitz. Ich fotografiere zwar nicht in seinem Stil, seine Ansichten und Überlegungen zum Leben im Allgemeinen und zur Fotografie im Speziellen sind dennoch sehr stimulierend. Man kann von ihm auch sehr viel über das Thema „Framing“ und Komposition lernen. Er hat mich sehr in meiner fotografischen Entwicklung beeinflusst und ich würde ihn gerne mal live erleben. Ein toller Charakter. Welchen Teil der Erde musst du unbedingt noch als Fotograf entdecken? Ganz klar, den Teutoburger Wald vor unserer Haustür. Ich bin oft in der Natur zum Laufen oder Spazierengehen. Es gibt dort sehr viele Szenen und Situationen, die ich gerne festhalten würde. Der Wald verändert sein Gesicht so oft am Tag. Das ist unglaublich faszinierend. Unterschiedliche Lichtsituationen, Nebel, Regen – und erst die Farben. Ich arbeite gerade an einer Serie über den Heimatwald. Um meine Arbeit zu entschleunigen und mehr Ruhe hineinzubringen, habe ich mich auch dazu entschieden, ab sofort analog zu arbeiten.

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